Beschuetzer der Erde

 

Von Mai bis November 2014 war  der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation (ISS). Dies nahm das DLR Raumfahrt­­management zum Anlass, im Auftrag des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie, einen nationalen Wettbewerb für SchülerInnen durchzuführen, bei dem es um kreative Ideen zur Bewahrung der Erde geht. Der Astronaut Alexander Gerst begleitete diesen Ideenwettbewerb als „Botschafter aus dem All“. Er sendete den teilnehmenden Klassen Videobotschaften aus der ISS, in denen er wichtige Informationen über die fünf Lebensräume Ozeane, Land, Flüsse/Seen, Berge und Wälder vermittelt.

 

Unser Projektbeitrag 

 Bevor wir mit unserer Arbeit am Projekt begannen, hatten wir (die Schüler der Klasse 4b) die einmalige Chance via "Live-Call" mit Andreas Gerst zu sprechen.

 

 Schüler "telefonieren" mit Astronaut Alexander Gerst auf der ISS

 

Die Klasse 4b nimmt an dem bundesweiten Ideenwettbewerb "Beschützer der Erde" teil. Aus diesem Grund hatten die 20 Schüler am 23.10.2014 die einmalige Gelegenheit vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen 20 Minuten mit dem deutschen ESA-Astronauten Andreas Gerst, welcher sich derzeit auf der ISS befindet und diesen Wettbewerb als "Botschafter aus dem All" begleitet, zu "telefonieren". Via "Live-Call" stellten 14 Schüler aus dem Kontrollraum der DLR in Oberpfaffenhofen Fragen an Andreas Gerst. Auf einer großen Leinwand war der Astronaut für die Schüler sichtbar. Da Alexander Gerst die Kinder nicht sehen konnten, hatten sie ihm zuvor ein Klassenfoto an die ISS gemailt. Zu Beginn des Interviews begrüßte Alexander Gerst die aufgeregten Schüler und zeigte den Kindern ihr Klassenfoto, welches er auf einem Tablet in der Hand hielt. Es war ein aufregender, interessanter und außergewöhnlicher Nachmittag, der allen Schülern und auch den Lehrern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Hier geht´s zur Internetseite des DLR mit einem Bericht über den Besuch!

   

Text: T.F.

Die Ideenfindung

Wir fangen im HSU Unterricht an über Müll zu forschen. Wir finden heraus, was Müll in unserer Umwelt anrichtet. Ab da an wollen wir keinen Müll mehr produzieren. Was wir wissen ist, dass tonnenweise Müll auf dem Meer schwimmt und dass Tiere daran sterben können. Das ist nicht schön.

 

Nach wildem Durcheinander an Vorschlägen, einigen wir uns auf zwei Ideen.

Idee 1

Müll vermeiden

Gemeinschaftsarbeit MOSAIKDECKE für unser Logotier, den Elefanten in der Aula

Viele kleine „gute Taten“ werden als Mosaik sichtbar

   

 

Jeder Schüler der Schule sammelt gute Taten. Gute Taten sind Dinge, die die Umwelt nicht belasten, z.B. „Wir gehen jeden Tag zu Fuß zur Schule“. Gute Taten schreiben wir auf einen Zettel.

  

In allen Klassenzimmer sammeln wir gute Taten in einer dafür vorgesehenen Box und tauschen von Zeit zu Zeit die guten Taten in Mosaiksteine um. 

    

Jede Klasse bekommt einen Teil der Grundplatte für die Mosaikdecke des Elefanten und entscheidet klassenintern über ihr Lieblingsmotiv, legt und klebt ihr Motiv mit den gesammelten Mosaiksteinen bis Juli 2015 und trägt so zur Gemeinschaftsarbeit bei.

    

 

Hier entsteht aus  5000 Mosaiksteichen (=5000 gute Taten der Müllvermeidung) unser Schulgemeinschaftswerk: Satteldecke für unser Logo-Tier. Die Mosaikdecke unseres Elefanten wird uns noch lange an viele „gute Taten“ erinnern.

 

Stand der getauschten guten Taten 10.12.2014  - 784 Steine

  

 

Idee 2

Einfälle statt Abfälle

Wir basteln mit Müll

 

Die Klasse 4a bastelt Roboter aus Müll. Jeder Roboter kann bestimmte Aufgaben erfüllen und wurde mit seinen Besonderheiten präsentiert.

 

 

Die Klasse 4b gestaltet eine „Ozeanische Müllmodenschau“ 

Vorbereitungen:

In WTG basteln wir unsere schönen Kostüme. Es haben vier Erwachsene geholfen. Das Basteln der Kostüme war richtig lustig und die Kostüme sehen witzig aus. Wir basteln tolle Tiere und erfinden, wie ihr Leben ausschaut.


    

 

Nach zahlreichen Proben, ist es endlich soweit und wir können unsere Modenschau vorführen

Während der Modenschau überraschen wir unsere Mitschüler, die Kindergartenkinder und die Eltern mit erschreckenden Zahlen zum Thema Müll

 

Die Modenschau beginnt:

Im Hintergrund laufen Meeres- und Unterwasserbilder, vor denen sich die fantastischen Meerestiere aus Müll präsentieren.

  

Begrüßung

Ich begrüße euch alle zu unserer ozeanischen Müllmonster-Modenschau. Wir machen die Müllmonster-Modenschau, weil wir wollen, dass kein Müll die Meere verschmutzt und es den Meerestieren gut gehen soll. Wir zeigen euch jetzt unbekannte Meeresbewohner, die nur sehr mutige Forscher entdecken können! (Felix, 4b)

 

  

Wie heißt das Ungeheuer? Kreuzfischungeheuer

Wo lebt es? In den dunklen Höhlen und Wracks des Feuerfisch-Meeres

Gibt es mehr davon? Nein, aber der Fisch kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Es sieht ungeheuerlich aus und kann 2000t schwere Frachter schmelzen lassen,

so dass der Frachter untergeht. Es ist nebenbei das größte Tier auf der ganzen Welt.

Was frisst es? Es frisst Menschen, die ihn töten wollen.

Hat es Feinde? Nein, es hat keine Feinde. (Tim N., Markus, Ben, 4b)

 

Stell dir mal vor:

In einem Jahr entstehen in Deutschland etwa 22 Millionen Tonnen Müll.

Auf Eisenbahnwaggons geladen hätte der Zug 1 Million Waggons.

 

 

Der Delfin Nino

Er ist sehr selten und wunderschön. Er lebt gerne im lauwarmen türkisen Wasser.

Algen frisst er gerne.

Seine Flosse ist geschmückt und auch sein Kopf sieht wunderhübsch aus.

Mit seiner dunklen Haut ist er in den tiefen Abgründen vor Fressfeinden geschützt, z.B. Haie.

Und nicht zu vergessen seine bunte Kette und die bezaubernde Muscheltasche.

(Milena, Miriam, 4b)

 

Wenn ein Waggon 10 Meter lang ist, dann wäre der gesamte Zug 10 Millionen Meter lang ...

Das ist lang! Wie der Weg von München nach Hong Kong.

 

 

Der brüllende Nachttod

Er lebt im roten Meer unter einer Insel in einer Höhle.

Der brüllende Nachttod ist der einzige seiner Art.

Er hat grüne Nachtsichtaugen. Er hat Tütenflügel, Pappfüße und runde Schuppen.

Er frisst alles außer Steinen und Fischernetzen.

Das war der brüllende Nachttod! (Bruno, Timo, 4b)

 

Nimm einmal an, jeder Schüler in Deutschland benützt 50 Tintenpatronen

und wirft diese anschließend weg.

Das ergibt einen Patronenmüll von rund 200 Tonnen.

So viel wiegen übrigens auch 50 erwachsene Elefanten.

 

  

Das Seeungeheuer von Lochness

Spitzname: Nessi

Es lebt tief in einer Unterwasserhöhle. Es gibt nur 1 Exemplar davon.

Die Besonderheiten sind die Nachtsichtaugen, aufklappbare Schuppen und sehr, sehr scharfe Zähne.

Sein Lieblingsessen sind  Fische, Haie und Krebse.

Seine Feinde sind immer noch die Wale. (Franziska, Lisa, 4b) 

 

Eine Milchtüte braucht 300 bis 400 Jahre, bis sie vollständig verrottet ist.

 

 

Die Giftschildkröte

Sie lebt in einer Höhle im Marianengraben.

Es gibt nur 1 Exemplar und ist sehr gefährdet.

Der Giftpanzer besteht aus 15 Giftpfeile- abschießenden Stacheln und dem härtesten Material der Welt.

Es frisst Fische, Haie und Algen.

Es hat keine Feinde, außer dem Menschen  (Benni, Florin, 4b)

 

Stell dir mal vor:

Du wirfst in einem Jahr etwa 10 mal so viel Müll weg wie du selber wiegst.

 

 

Der Zeitungslesende Gustav

Er lebt im Zeitungsriff.

Es gibt nicht so viele, weil nicht genug Zeitungen geliefert werden.

Wenn die Fühler leuchten, sind Zeitungen in der Nähe.

Er frisst fertig gelesene Zeitungen in Massen und legt Wintervorräte an.

Zeitungsdiebe sind seine Feinde.   (Laurentius, Lukas, 4b)

  

Das Seeeinhorn Annica

Es heißt Annica und ist 1,40m groß. Es lebt im Dschungelsee und es gibt nur ein Exemplar davon.

Es trägt einen blauen Müllbeutel als Kleid und Bierdeckel als Klimper-Klimper-Zeug.

Außerdem hat es ein Horn, eine Brille, Flossen und Kiemen.

Es kann bis zu 10000 Jahre alt werden, gerade ist es 900 Jahre alt.

Es frisst Schwämme, Algen und Fische.

Nachts schläft sie. (Leni, Nathalie, Annika, 4b)

 

Da ihr nun wisst, was für schöne Tiere im Meer leben könnten, werft ihr hoffentlich nie Müll ins Meer. (Felix, 4b)

 

 

Im Deutschunterricht schrieben wir außerdem Meeresmüllgedichte.

Hier eine kleine Auswahl:

 

Meeresmüllgedichte

 

Das Meer ist sehr schön und auch kalt

Es ist schön für die Sommerzeit

Müll liegt auch im Meer

Das schadet den Fischen und ist sehr schwer

Es schadet den Vögeln, den Menschen sogleich

Weg mit dem Scheiß

 

 

Weg mit dem Müll

Dieser Müll der nervt so sehr

Und ist so schwer

Also kann man ihn nicht transportieren

Dann müssen wir einfach weniger produzieren

 

Der Müll im Meer

Die Fische schwimmen im Meer

Der Müll wird immer mehr

Delfine schwimmen hin und her

Mit Müll nicht mehr

Müll nimmt immer mehr zu

Es muss etwas geschehen

Im Nu

 

 

 

Noch mehr zum Thema Müll:

 Alle Kinder bastelten in WTG aus Recycling-Materialien Weihnachtssterne für unsere Aula.

 

Gemeinsam stark in Alling - Gemeinsam Müll vermeiden!

Bitte unterstützen Sie - liebe Eltern-  auch daheim das Sammeln "guter Taten der Müllvermeidung" und notieren Sie  Ihre privaten "guten Taten" auf einen Zettel (gerne auch gesammelt oder als Strichliste) und geben Sie ihn Ihrem Kind mit für die Schachtel der Klasse. Nur so können wir bis zum Sommer die ca.5000 nötigen Mosaiksteine für die Elefantendecke schaffen!
Es muss gar nichts "Großes oder Besonderes" sein:  umweltbewusstes Einkaufen mit Einkaufskorb, die Bevorzugung von Mehrwegflaschen und unverpacktem Obst und Gemüse, Brotzeitbox und wiederbefüllbare Flasche...
Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! 

 

 

Text & Bild: Schüler & Lehrer der Klasse 4b